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Startpagina Deutsch Natural Horsemanship
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Weniger ist mehr! |
Warum ist Bodenarbeit so wichtig? Bodenarbeit wird meistens noch schwer unterschätzt von Menschen, die mit Pferden arbeiten. Warum ? Weil: Wenn Sie vom Boden aus keinen Respekt von Ihrem Pferd bekommen, so werden Sie ihn auch nicht vom Sattel aus bekommen. Vom Boden aus keine Bremse, von oben keine Bremse!!!!!!!!!! Darum sorgen wir erst für eine gute Basis z.B. durch Bodenarbeit. Hierauf bauen wir später auf, wenn das Pferd geritten werden soll. Das Wort Bodenarbeit sagt es bereits: Wir beginnen mit Übungen vom Boden aus. Die Materialien die wir benötigen sind ein Knotenhalfter und ein Horsemanship- Stick 6 inch. Mit Hilfe dieser Materialien wird die Deutlichkeit in den Umgangsregeln geschaffen. Das Pferd wird zunehmend gymnastisiert und auf die Arbeit unter dem Sattel vorbereitet. Mit Bodenarbeit können sie im Prinzip nie zu früh beginnen. Je jünger, umso besser. Und je mehr Mühe sie sich gegeben haben, umso mehr Spaß haben sie im Umgang mit dem Pferd wenn es älter geworden ist. Ein Pferd ist nie zu alt um die Übungen zu erlernen. Je deutlicher die „Spielregeln“ für das Pferd sind, umso besser wird es sich fühlen und umso angenehmer ist es im Umgang. Die Übungen sind einfach und werden in aller Ruhe eingefordert. Das wichtigste in der Bodenarbeit ist, dass ein Pferd lernt Druck nachzugeben. Es gibt nur eine Situation in der ein Pferd dem Druck nicht nachgeben sollte: Beim Aufsteigen. In allen anderen Situationen soll es lernen Druck nachzugeben. Hat das Pferd dies begriffen, dann wird ihr Umgang mit ihm sehr viel sicherer. Das Nachgeben auf Druck kann variieren von ihrem Versuch, den Kopf des Pferdes nach untern zu bringen um z.B. ein Halfter anzulegen oder abzunehmen bis hin zum angebunden stehen bleiben. Das Nachgeben auf Druck kommt ihnen immer und überall zu Gute.
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Subtilität |
Pferde sind unglaublich subtil. In der Herde machen sie anderen Pferden alles z.B. durch die Art wie sie gucken oder das Drehen eines Ohres oder des Kopfes deutlich. Die anderen Pferde reagieren hierauf direkt durch z.B. Abstand nehmen. Wir Menschen sind noch lange nicht so subtil. Wir kommunizieren häufig mit vielen unnötigen Gebärden und erheben unsere Stimme um unsere Argumente zu unterstreichen. Dabei haben wir nicht selten die Angewohnheit ungeduldig zu sein. Während ein Pferd in der Natur den anderen das Gefühl von Zweifeln suggeriert, machen wir kurzen Prozess um keinen Zweifel daran zu lassen, was wir wollen. Weil Pferde so viel subtiler sind als wir Menschen, hinterlässt unser Verhalten häufig ein Gefühl der Verwirrung bei Pferden.
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Dominante Pferde |
Dies wir schnell gesagt über ein Pferd. Tatsächlich gibt es nur wenig echte dominante Pferde. Möglicherweise ist dieser Begriff Auslegungssache. Pferde zeigen stets Verhalten, welches effektiv für sie ist. Das heißt, sie verhalten sich so wie es ihnen gestattet ist und wodurch sie alles erreichen. Hat ein Pferd gelernt, dass es über Sie hinweglaufen kann um am Rand Gras zu fressen, dann wird dies so lang bleiben bis ihm deutlich gemacht wurde, dass dieses Verhalten nicht von uns gedacht war. Sein Verhalten hat nichts damit zu tun, dass es „keinen Respekt vor uns hätte“ oder „ungeschickt ist“ da ihm sein Verhalten in der vergangenen Zeit gezeigt hat, dass es Gras fressen kann wann es möchte oder es ihm noch nie in aller Deutlichkeit gezeigt wurde, dass dies nicht erwünscht ist. Sein Verhalten war für das Pferd also immer effektiv. Ein Pferd ist nicht dominant oder eigenwillig wenn es es nicht besser weiß. Die Praxis zeigt, dass dominant genannte Pferde einfach nie über Bodenarbeit trainiert wurden, ohne die zur Hilfenahme strenger Maßregelungen. Tatsache ist: Wenn es wirklich so viele dominante Pferde gäbe wie die Menschen denken, dann würde der Umgang mit Pferden kein schönes Hobby sein. Denn verärgerte dominante Pferde sind gefährlich im Umgang mit Menschen. Glücklicherweise ist es häufig nur ein Missverständnis zwischen Pferd und Mensch.
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Unsichere oder ängstliche Pferde |
Dass Pferde vom Charakter her sehr unterschiedlich sein können ist bekannt. Das eine Pferd ist vom Kopf her viel „cooler“ während ein anderes hinter jedem zweiten Grashalm ein Gespenst sieht. Im letzten Fall liegt das häufig daran, dass das Pferd zu wenig Vertrauen sowohl in sich selbst als auch in seinen Besitzer/Reiter hat. Wenn wir uns die Pferde in der Wildnis anschauen, dann sehen wir, dass es ein Pferd innerhalb der Herde gibt welches bestimmt wohin diese geht (häufig eine Stute). Es gibt einen Hengst der beschützt und für den Nachwuchs sorgt und natürlich gibt es in der Herde eine Rangordnung. In jeder Herde findet sich auch ein Pferd welches die anderen Pferde gerne aufsuchen, in dessen Umgebung sie sich gerne aufhalten und welches ein sehr freundliches Pferd ist, welches immer für eine herrliche gegenseitige Knabberei am Widerrist da ist. Dieses Pferd ist nicht aggressiv und für jeden ein guter Kamerad. Das besondere an diesem Pferd ist, dass es nicht besonders ranghoch ist. Wir Menschen probieren, ein Stück von jedem dieser drei Pferde zu sein. Wir leiten das Pferd, so wie es die Leitstuten tun. Wir beschützen es gegen Gefahren sowie der Hengst es tut und wir sind immer freundlich und geduldig sowie es der „Kamerad“ tut. Wenn es uns gelingt, die Eigenschaften dieser drei Pferde gut in uns zu kombinieren, dann wird das Pferd Vertrauen in uns bekommen und wird das unsichere oder ängstliche Verhalten vermindern oder sogar ganz ablegen. Sie beginnen sich sicher zu fühlen da sie sich nicht mehr allein um alles kümmern müssen. Und wenn ihnen etwas begegnet wobei sie sich nicht sicher fühlen, dann werden sie an ihre andere Seite wechseln. Sie beschützen das Pferd, also werden sie zwischen das „gefährliche Ding“ und das Pferd selbst gesetzt. Wenn sie das Band zwischen sich und ihrem Pferd soweit entwickelt haben, dann sind sie auf dem richtigen Weg.
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Verschiedene Wegbereiter |
NH (Natural Horsemanschip) ist durch verschiedene große Namen bekannt geworden. Jeder von ihnen hatte einen großen Einfluss durch den Umgang mit Pferden auf der natürlichen Art. Jeder dieser Menschen wie Tom & Bill Dorance, Mark Rashid, Pat Parelli, Klaus Hempfling und Monty Roberts hat seine eigene Methode. Aber eine Sache haben sie alle gemeinsam: Sie betrachten die Sachen vom Pferd aus. Und aus dieser Sichtweise ist ihre Methode zu Stande gekommen.
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